Entrückung und Präsenz – wie komme ich in glückselige Meditation?

Entrückung = Verzückung?

Ertappt Ihr Euch auch hin und wieder dabei, wie Ihr versucht eine „ach so weit entfernte“ göttliche Verbindung zu erreichen, um in die Glückseligkeit zu kommen? Oft nennen wir es ja auch noch so distanziert: „Höheres Selbst“ (irgendwo weit da oben), „Über-Ich“ oder zwar den „Innewohnenden“ und trotzdem meint mein Köpfchen, ich müsste tief, tiiiiiiiiief tauchen um dort anzukommen 😀

Ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin und bin unendlich dankbar dafür, dass dieses Missverständnis mittlerweile nur noch hin und wieder in mir auftaucht und ich dann leicht wieder herausfinde.

Denn tatsächlich ist diese göttliche Verbindung bereits hier und jetzt da und wird es auch immer sein. Sie fühlt sich nur manchmal so weit entfernt an, weil mein Bewusstsein gerade ganz anders ausgerichtet ist und sie nicht erfasst.

Und je weiter weg wir dann von unserem menschlichen Hier und Jetzt danach suchen, umso verlorener, unsicherer, instabiler oder anstrengender fühlen sich unsere Versuche an. Es ist ein Weg, auf dem wir immer weniger präsent in unserem menschlichen Sein sind – natürlich fühlt sich das entsprechend leer und unsicher an. Wir lassen genau das allein, das wir doch eigentlich erfüllen wollen und in dem ironischerweise auch schon alles da ist.

 

Göttliche Präsenz ist so einfach!

 

Das Göttliche ist tatsächlich PRÄSENZ
Es ist das, was da ist – das ICH BIN

Ich bin bedeutet unter anderem Ich bin da und jedes Mal wenn wir wirklich DA sind, sind wir augenblicklich eins mit dem Göttlichen in uns.

Die Präsenz des Göttlichen ist bereits überall da. Sie ist im Raum um uns und in uns, in den Farben, den Klängen und der Luft, in unserem Körper, unserem Atem, dem Herzschlag,…
In den Bäumen, den Vögeln, der Sonne, im Boden unter uns…

Sobald wir auch nur in einem davon ebenfalls wieder präsent sind und uns erlauben, auch nur ein klein wenig dort zu verweilen – den Vögeln lauschen, den Atem bewusst auskosten, den Boden spüren, unsere Bewegungen oder auch die Dinge, die wir gerade berühren, einfach nur präsent wahrnehmen – sind wir Eins mit dem Göttlichen in dieser Präsenz.

Sind wir genau Hier und Jetzt in dem grundlos glücklichen Zustand, der so heilsam und entspannend wirkt und den wir doch in der Entrückung gesucht hatten. Je länger wir uns dann erlauben in diesem präsenten Hier zu verweilen, umso tiefer geht die Erfüllung und umso inniger wächst die Verbindung.

Keine Sorge, falls das für jemanden noch schwierig ist, es lässt sich tatsächlich durch Übung erlernen, wobei ich wärmstens empfehlen kann, es sich durch die Kraft der Gnade zu erleichtern. Bitte das Göttliche einfach darum, dir das Präsent-Sein im Hier und Jetzt zu erleichtern, bitte es, dich mühelos für die innige Verbindung mit dem Sein zu öffnen und probiere dann immer wieder neugierig aus. Du wirst staunen!

Übrigens können wir diesen glückseligen Zustand, trotzdem er so im Körperlichen verankert ist, entrückt nennen 🙂
Er ist entrückt von all dem Urteilen, Planen, Bewerten, Analysieren und Einordnen, das sonst in unserem Alltag oft so viel Raum einnimmt. Und wie herrlich entspannend allein das!

Gleichzeitig sind wir in diesen Momenten näher im Leben als alles Verstehen, Bewerten und Denken je sein könnte.

 

Hier und Jetzt

ICH BIN

Wahrnehmen
Dasein
Präsenz

so schlicht

und so erfüllend

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